Outsourcing oder Offshoring im IT-Bereich: Was ist das?

Was ist Outsourcing?

Auch in der IT ist das Outsourcing schon seit langer Zeit bekannt. Wie auch in anderen Branchen handelt es sich dabei um die Übergabe verschiedener Aufgabenbereiche an ein externes Unternehmen oder an einen Freelancer. Dadurch kann sich die IT-Firma auf andere Aufgaben konzentrieren, dadurch laufen die Prozesse oft parallel und somit auch schneller ab.

Vorteile von Outsourcing

  1. Auf die eigenen Kompetenzen konzentrieren
    Falls du bisher nur ein kleines Unternehmen hast, dann wirst du dir finanziell sicherlich noch keine eigene IT-Abteilung leisten können. Diese sind leider oft sehr kostenintensiv, da du die Kosten sowohl für eine eigene IT-Infrastruktur als auch für das angestellte Personal trägst.
    Wenn du jedoch stattdessen deine IT-Aufgaben outsourct, kannst sich dein Unternehmen seinem Kerngeschäft widmen.

  2. Qualifiziertes Personal
    Dieser Vorteil kommt Ihnen auch dann zugute, wenn Sie schon Rücklagen für eine eigene IT-Abteilung haben. Denn Sie können nur mit dem Personal arbeiten, welches sich auch bei Ihnen bewirbt. Falls Sie sich hingegen dafür entscheiden, Ihre IT-Aufgaben outzusourcen, erweitert sich das Fachwissen um das Vielfache. Denn große IT-Unternehmen haben eine Menge Personal mit unterschiedlichem Fachwissen. So ist auch für Ihre Bedürfnisse in einer Firma mit dem Schwerpunkt IT mit Sicherheit der passende Partner für Sie dabei.

  3. Kostenersparnis
    Wenn du dir keine eigene IT-Infrastruktur aufbaust, sparst du dir die Anschaffungskosten dafür. Stattdessen überträgst du deine IT-Aufgaben an ein Unternehmen, welches bereits über eine moderne Infrastruktur verfügt. So sparst du dir die Investition in eine Reihe von Servern und Geräten.

  4. Geringeres Risiko von Ausfällen
    Besonders in der Online-Dienstleistungsbranche sind Ausfälle von Servern ein viel zu oft unterschätztes Problem. Wenn du deine IT-Aufgaben hingegen outsourcst, wird dir dies kaum Kopfzerbrechen bereiten. Erfahrene IT-Unternehmen haben bereits eine Reihe von Backup-Servern und ergreifen auch eine Reihe von vorbeugenden Maßnahmen.

Nachteile von Outsourcing

  1. Sie müssen bei Problemen länger warten
    Falls du mal Probleme mit deinem Arbeitscomputer hast, ist eine eigene IT-Abteilung schnell zur Stelle. Solltest du diesen Bereich jedoch outsourcen, dann wirst du bei vielen IT-Unternehmen in eine Warteschleife gesteckt. Besonders, wenn du in der Zwischenzeit deine Arbeit nicht erledigen kannst, ist dies ein großer Verlust an Zeit.

  2. Risiko von Neuanschaffungen
    In IT-Unternehmen arbeiten ebenso Menschen wie in deinem. Jeder hat sein eigenes Fachgebiet und kennt sich mit bestimmten Geräten besser aus. Das kann jedoch auch dazu führen, dass dich die Mitarbeiter der Firma, die deine IT-Aufgaben übernimmt, dich dazu überredet, bestimmte Geräte zu kaufen.

  3. Ausgaben können steigen
    Wenn du einen guten Partner findest, mit dem du zusammenarbeitest, hat dies einen positiven Einfluss auf den Kostenfaktor. Solltest du jedoch an das falsche Unternehmen geraten, kann auch das Gegenteil eintreten. Es kann sein, dass du für einen Service bezahlst, den du selbst nie in Anspruch nimmst. Dies kannst du jedoch umgehen, indem du dir bewusst bist, was für dein Unternehmen wichtig ist und dies auch dem IT-Unternehmen erklärst.

  4. Vertrauen
    Du hast bei outgesourcten Tätigkeiten keine Kontrolle darüber, ob das Unternehmen auch alle Sicherheitsmaßnahmen einhält. Hier kannst du dich höchstens auf dein Bauchgefühl verlassen, wenn du dich für eine Firma entscheidest, welche die IT-Aufgaben für dich übernehmen soll.

Was ist Offshoring und wie unterscheidet sich dies vom Outsourcing?

Es ist nicht ganz einfach, den Unterschied zwischen Outsourcing und Offshoring zu erklären. Denn bei beiden Modellen arbeitet das Team, welchem du deine IT-Aufgaben anvertraust, nicht vor Ort. Was sie unterscheidet, ist eher eine Detailfrage.

Beim Outsourcing arbeitet eine andere Firma oder ein Freelancer für dich und eine Reihe von anderen Unternehmen. Das heißt, du bist nicht ihr einziger Geschäftspartner.

Offshoring hingegen bedeutet, dass die Mitarbeiter nur für dich arbeiten. Oft sind sie sogar fest bei dir angestellt. Jedoch leben aber in einem Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten und einem geringeren durchschnittlichen Einkommen. Abhängig davon, wie weit deine IT-Abteilung von deinem Hauptstandort entfernt liegt, unterscheidet man zwischen Farshoring, Nearshoring und Onshoring.

Vor- und Nachteile von Farshoring

Beim Farshoring befinden sich die Mitarbeiter deiner IT-Abteilung in fernen Ländern. Ein beliebtes Land für Farshoring ist zum Beispiel China. Dort verdienen die Mitarbeiter deutlich weniger, was dir am Ende ein hohes Kostenersparnis einbringt.

Allerdings bedeutet dies auch, dass deine Mitarbeiter eine vollkommen andere Kultur haben. Außerdem kann die Sprachbarriere ebenfalls zu Komplikationen führen. Da weit entfernte Länder zudem einige Zeitzonen entfernt liegen, kann es hier ebenfalls zu einer Reihe von Problemen kommen.

Vor- und Nachteile von Nearshoring

Beim Nearshoring errichtest du deine IT-Abteilung zwar auch im Ausland, jedoch nicht so weit entfernt wie beim Farshoring. Denn auch in Europa gibt es eine Reihe von Ländern, die verglichen mit Deutschland geringere Lebenshaltungskosten aufweisen. Zudem hast du in europäischen Länder keine allzu große Zeitverschiebung.

Der Nachteil ist jedoch, dass die Kosten im Vergleich zu Südostasien trotzdem höher sind. Auch, wenn beispielsweise auf dem Balkan die Leute weniger Geld verdienen, liegt das Einkommensniveau über dem von Ländern wie Thailand oder Indien.

Vor- und Nachteile von Onshoring

Von Onshoring redet man, wenn du deine IT-Aufgaben an ein Team im gleichen Land übermittelst. Der größte Vorteil ist hierbei, dass du keinerlei Schwierigkeiten mit der Sprache hast. Zudem können auch im eigenen Land die Betriebskosten sogar im selben Land an verschiedenen Standpunkten variieren. Zum Beispiel sind in München die Mietkosten deutlich höher als in Städten in Mecklenburg-Vorpommern. Der Nachteil besteht jedoch darin, dass sich deine Ausgaben dennoch auf einem deutlich höheren Niveau befinden als beim Far- oder Nearshoring.

Was ist nun besser - Outsourcing oder Offshoring?

Viele Unternehmen stellen sich die Frage, ob sie lieber outsourcen oder offshoren sollen. Beide Optionen haben Ihre Vor- und Nachteile. Welche für dich besser geeignet ist, kannst deswegen nur du selbst beantworten.

Mache dir bewusst, was dir besonders wichtig ist. Möchtest du die volle Kontrolle behalten, ist Offshoring sicherlich die bessere Möglichkeit. Dafür kannst du dich beim Outsourcing hingegen auf ein breites Fachwissen verlassen.

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